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Verbot von Gasheizungen

Gasheizung Verbot

Das Wichtigste zusammengefasst

  • symbol-haken Gasheizungen in Neubauten installiert werden, stattdessen werden klimaschonende Luft-Wasser Wärmepumpen gefördert.
  • symbol-haken Die verschiedenen deutschen Parteien haben unterschiedliche Standpunkte zum Verbot von Gasheizungen und zur Förderung von Wärmepumpen.
  • symbol-haken Luft-Wasser Wärmepumpen können einen wichtigen Beitrag zur Klimawende leisten, indem sie Treibhausgasemissionen reduzieren und erneuerbare Energien fördern.
  • symbol-haken Robert Habeck, Vorsitzender der Grünen, schlägt ein Klima-Sofortprogramm vor, das verschiedene Maßnahmen zur Förderung von Wärmepumpen beinhaltet.

Was ist der aktuelle Stand des Verbots von Gasheizungen?

In Deutschland sollen ab dem Jahr 2026 neue Ölheizungen und Gasheizungen in Neubauten nicht mehr installiert werden dürfen. Stattdessen sollen klimaschonende Luft-Wasser Wärmepumpen als Heizung verbaut werden. Die Abschaffung der Öl- und Gasheizungen ist Teil des Klimapakets der Bundesregierung und soll dazu beitragen, die CO2-Emissionen im Gebäudesektor zu reduzieren. Ab 2035 soll dann auch der Einbau von neuen Ölheizungen in Bestandsgebäuden verboten werden. Dies bedeutet, dass auch zukünftig verstärkt auf alternative Heizsysteme gesetzt werden muss, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Warum werden Öl- und Gasheizungen verboten?

Das Verbot von Gasheizungen ist Teil der Bemühungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und zur Förderung erneuerbarer Energien. Gasheizungen stoßen bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Erdgas CO2 und andere klimaschädliche Gase aus, die zum Klimawandel beitragen. Indem der Einsatz von Gasheizungen reduziert wird, können die Treibhausgasemissionen gesenkt werden. Außerdem werden durch das Verbot Anreize für den Einsatz von alternativen Technologien wie Luft-Wasser Wärmepumpen und erneuerbaren Energien geschaffen, die zu einer nachhaltigeren Energieversorgung beitragen können. Das Verbot von Gasheizungen gilt in Deutschland ab dem Jahr 2026 für Neubauten und soll schrittweise auch auf Bestands- inklusive Altbauten ausgeweitet werden.

Wie sieht die Haltung der verschiedenen deutschen Parteien zum Verbot der Gasheizung aus?

Die verschiedenen politischen Parteien in Deutschland haben unterschiedliche Standpunkte zum Thema Wärmepumpen und dem Verbot von Gasheizungen. Hier sind einige Aussagen und Positionen der wichtigsten Parteien:

CDU/CSU: Die Unionsparteien befürworten das Verbot von Gasheizungen in Neubauten ab 2026 und setzen sich für die Förderung von Wärmepumpen ein. Sie betonen jedoch auch die Notwendigkeit, die Umstellung auf alternative Heizsysteme sozialverträglich zu gestalten.

SPD: Die SPD unterstützt das Verbot von Gasheizungen und setzt sich für eine schnellere Umstellung auf erneuerbare Energien und klimafreundliche Heizsysteme ein. Sie fordert auch eine verstärkte finanzielle Unterstützung von Verbrauchern und Unternehmen bei der Umstellung auf Wärmepumpen und andere alternative Heizsysteme.

Die Grünen: Die Grünen sind die stärksten Verfechter der Wärmepumpentechnologie und fordern ein schnelleres und umfassenderes Verbot von Gasheizungen. Sie setzen sich für eine konsequente Förderung von erneuerbaren Energien und die Umstellung auf klimafreundliche Heizsysteme ein.

Die FDP: Die FDP befürwortet die Förderung von Wärmepumpen und anderen alternativen Heizsystemen, lehnt aber ein generelles Verbot von Gasheizungen ab. Sie setzt sich für eine technologieoffene Klimapolitik ein und betont die Bedeutung von Marktmechanismen bei der Umstellung auf klimafreundliche Heizsysteme.

Die AfD: Die AfD lehnt das Verbot von Gasheizungen ab und spricht sich gegen eine zu starke staatliche Regulierung auf dem Gebiet der Energieversorgung aus. Sie setzt auf eine stärkere Förderung von fossilen Brennstoffen und eine Abkehr von der Energiewende.

Wie unterstützt die Luft-Wasser Wärmepumpe bei der Klimawende in Deutschland?

Die Luft-Wasser Wärmepumpe ist eine umweltfreundliche Heizungsalternative, die einen wichtigen Beitrag zur Klimawende in Deutschland leisten kann. Die Technologie nutzt die Energie der Umgebungsluft, um Wasser oder Luft zu erwärmen und kann somit den Verbrauch von fossilen Brennstoffen und damit die Emission von Treibhausgasen reduzieren. Durch die Nutzung von erneuerbaren Energien wie Wind- und Solarenergie kann die Luft-Wasser Wärmepumpe auch vollständig klimaneutral betrieben werden. Durch den Einsatz von Luft-Wasser Wärmepumpen können private Haushalte und Unternehmen einen Beitrag zur Energiewende leisten. Die Technologie ist flexibel und kann in verschiedenen Gebäuden und Größen eingesetzt werden, was ihre Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Bedürfnisse erhöht. Durch die Kombination von Luft-Wasser Wärmepumpen mit Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen kann die Energieeffizienz weiter erhöht und die Umstellung auf eine klimafreundliche Energieversorgung vorangetrieben werden.

Die Luft-Wasser Wärmepumpe kann auch dazu beitragen, eine dezentrale Energieversorgung zu fördern. Die Technologie kann in Gebieten eingesetzt werden, die nicht an das öffentliche Gas- oder Stromnetz angeschlossen sind, und somit die Entwicklung von erneuerbaren Energien vor Ort unterstützen. Auch in dicht besiedelten Gebieten kann die Luft-Wasser Wärmepumpe dazu beitragen, eine dezentrale Energieversorgung zu fördern und den Ausbau von erneuerbaren Energien vor Ort voranzutreiben.

Insgesamt kann die Luft-Wasser Wärmepumpe einen wichtigen Beitrag zur Klimawende in Deutschland leisten. Durch die Reduktion von Treibhausgasemissionen und die Unterstützung der Umstellung auf erneuerbare Energien kann die Technologie dazu beitragen, das Pariser Klimaabkommen und die damit verbundenen Klimaziele zu erreichen.

Wie sieht Robert Habecks Vorschlag zur Förderung von Wärmepumpen aus?

Robert Habeck ist der Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und hat sich mehrfach für die Förderung von Wärmepumpen als Alternative zu Gasheizungen ausgesprochen. Ein konkreter Vorschlag zur Förderung von Wärmepumpen ist das "Klima-Sofortprogramm" der Grünen, das Maßnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und zur Reduktion von Treibhausgasemissionen beinhaltet. Hier sind einige Vorschläge zur Förderung von Wärmepumpen aus dem Klima-Sofortprogramm:

  • Ein Förderprogramm für den Austausch von alten Heizungen durch Wärmepumpen in Gebäuden.
  • Ein Klimabonus für Mieter und Vermieter, die auf klimafreundliche Heizsysteme wie Wärmepumpen umsteigen.
  • Eine bessere Förderung von innovativen Technologien und Systemlösungen, um die Effizienz von Wärmepumpen zu erhöhen.
  • Eine steuerliche Förderung von energieeffizienten Sanierungen, die auch den Einsatz von Wärmepumpen einschließt.
  • Eine stärkere finanzielle Unterstützung von Ländern und Kommunen bei der Umsetzung von Wärmepumpen-Projekten.

Habeck betont auch die Bedeutung einer sozialverträglichen Energiewende und einer gerechten Verteilung der Kosten bei Anschaffung einer Wärmepumpe und Nutzen auf alle Gesellschaftsschichten. Er fordert deshalb eine sozial ausgewogene Förderpolitik, die auch finanziell schwächeren Haushalten den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme wie Wärmepumpen ermöglicht.

Hier finden Sie Erklärungen zu allen relevanten Begriffen rund um das Thema Wärmepumpe.
A

Absorptionswärmepumpe: Dies ist eine Art von Wärmepumpe, die eine chemische Reaktion verwendet, um Wärmeenergie zu absorbieren und freizusetzen. Sie sind besonders effizient bei der Nutzung von Abwärme oder Solarenergie.

Anlagenwirkungsgrad: Dieser Wert zeigt das Verhältnis der erzeugten Heizwärme zur eingesetzten elektrischen Energie über einen bestimmten Zeitraum, z.B. ein Jahr, an. Er ist ein wichtiger Indikator für die Effizienz einer Wärmepumpe.

Antriebsenergie: Die Energie, die notwendig ist, um ein technisches Gerät zu betreiben, wird als Antriebsenergie bezeichnet. Elektrischer Strom stellt in der Regel die Antriebsenergie für Wärmepumpen bereit, wobei es auch Modelle gibt, die Gas nutzen. In Form von nutzbarer Wärme generieren Wärmepumpen ein Vielfaches der verwendeten Antriebsenergie.

B

Betriebskosten: Dies sind die Kosten, die während des Betriebs einer Wärmepumpe anfallen, einschließlich Stromkosten und Wartungskosten. Wärmepumpen haben oft niedrigere Betriebskosten als herkömmliche Heizsysteme.

Bivalent: Bei einem bivalenten Heizsystem erfolgt die Erzeugung der für Raumheizung und Warmwasseraufbereitung erforderlichen Wärmeenergie durch zwei unterschiedliche Wärmeerzeuger. Ein Beispiel hierfür ist die Verbindung eines Gas-Brennwertgeräts mit einem Wärmepumpensystem.

C

CO2-Emissionen: Wärmepumpen erzeugen deutlich weniger CO2-Emissionen als herkömmliche Heizsysteme, da sie erneuerbare Wärmequellen nutzen und weniger elektrische Energie benötigen.

D

Dekarbonisierung: Dieser Begriff bezieht sich auf den Prozess der Verringerung von CO2-Emissionen. Wärmepumpen tragen zur Dekarbonisierung bei, indem sie den Verbrauch fossiler Brennstoffe reduzieren.

Direktverdampfer: Der Direktverdampfer ist eine Art von Erdwärmepumpe, bei der das Kühlmittel direkt in den Flächenkollektor fließt, ohne einen zusätzlichen Wärmetauscher zu benötigen. Vorteilhaft ist dabei eine erhöhte Jahresarbeitszahl, da kein weiterer Wärmetauscher erforderlich ist. Als Nachteil sind spezielle, mit Kunststoff ummantelte Kupferrohre für den Flächenkollektor notwendig, die ausschließlich in einer ebenen Anordnung verlegt werden können. Kühlung in den wärmeren Jahreszeiten ist mit dieser Art von Wärmepumpe nicht möglich.

E

EHPA:  Die Abkürzung für European Heat Pump Association. Sie repräsentiert den Dachverband für die Wärmepumpenindustrie in der Europäischen Union.

Energieeffizienz: Dies bezieht sich auf die Fähigkeit einer Wärmepumpe, Wärmeenergie mit minimalem Energieverbrauch zu erzeugen. Wärmepumpen sind sehr energieeffizient und können bis zu drei- bis viermal so viel Energie erzeugen, wie sie verbrauchen.

Erdwärmepumpe: Dies ist eine Art von Wärmepumpe, die Wärmeenergie aus dem Boden extrahiert. Sie ist besonders effizient in kälteren Klimazonen und benötigt im Vergleich zu Luft-Wärmepumpen weniger Strom.

Eisspeicher: Eine Betonzisterne, die mit Wasser befüllt ist, bildet die Grundlage für einen Eisspeicher. Die enthaltene Flüssigkeit fungiert als Wärmequelle für Wärmepumpen und gefriert, wenn die Temperatur den Gefrierpunkt erreicht – daher die Bezeichnung Eisspeicher. Im Verlauf des Kristallisationsvorgangs, bei dem das Wasser vom flüssigen in den festen Aggregatzustand wechselt, entsteht zusätzliche Energie, die ebenfalls verwendet wird. Mittels Erdwärme und/oder Solarthermie wird das Wärmespeichersystem beständig regeneriert.

F

Flächenheizung: Flächenheizungssysteme verteilen Wärme über verschiedene Bauelemente in einem Gebäude. Dazu gehören Böden, Wände, Decken, oder andere spezielle Konstruktionsteile. Flächenheizungen gehören zu den Niedertemperaturheizungen, da sie nur eine geringe Vorlauftemperatur benötigen, um Wärme über große Oberflächen auszustrahlen. Aus diesem Grund sind sie ideal mit Wärmepumpen zu kombinieren, weil der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe bei niedrigen Vorlauftemperaturen steigt und ihre Effizienz somit erhöht wird. 

Förderprogramme: Es gibt verschiedene staatliche und regionale Programme, die den Kauf und die Installation von Wärmepumpen finanziell unterstützen. Diese können in Form von Zuschüssen, zinsgünstigen Krediten oder Steuervergünstigungen angeboten werden.

Fußbodenheizung: Dies ist eine Art von Heizsystem, das gut mit Wärmepumpen zusammenarbeitet. Die Fußbodenheizungverteilt die Wärme gleichmäßig im Raum und arbeitet effizient mit den niedrigen Vorlauftemperaturen, die Wärmepumpen liefern können.

G

Geothermie: Dies bezieht sich auf die Nutzung der Wärme aus dem Inneren der Erde zur Energiegewinnung. Geothermische Wärmepumpen nutzen diese erneuerbare Energiequelle zur Heizung und Kühlung von Gebäuden.

Grundwasserwärmepumpe: Dies ist eine Art von Wärmepumpe, die Wärmeenergie aus dem Grundwasser extrahiert. Sie sind besonders effizient, benötigen jedoch einen Zugang zu einer ausreichenden Menge an Grundwasser.

H

Heizlast: Die Heizlast in kW ist die erforderliche Wärmemenge, die einem Bauwerk bei der jeweiligen standardisierten Außentemperatur zugeführt werden muss, um eine Innenraumtemperatur von 20°C aufrechtzuerhalten. Die notwendige Wärmeleistung einer Wärmepumpe setzt sich aus der Heizlast sowie gegebenenfalls einem zusätzlichen Anteil für die Warmwasserbereitstellung zusammen.

Hybridsystem: Ein Hybridsystem kombiniert eine Wärmepumpe mit einem zusätzlichen Heizsystem, wie zum Beispiel einer Gasheizung. Diese Kombination kann in bestimmten Situationen, z.B. bei extrem niedrigen Außentemperaturen, effizienter sein.

Hydrothermie: Hydrothermie bezeichnet die Nutzung von Wärme, die in natürlichen Gewässern wie Meeren, Flüssen oder Seen gespeichert ist. Sie ist eine erneuerbare Energiequelle, die mit Wärmeaustauschsystemen extrahiert wird, um Warmwasser zu erzeugen und Gebäude mit Wärme zu versorgen. Dabei ist Hydrothermie eine nachhaltige und umweltfreundliche Methode der Energiegewinnung.

I

Invertertechnologie: Diese Technologie ermöglicht es der Wärmepumpe, ihre Leistung kontinuierlich an den aktuellen Heizbedarf anzupassen. Dadurch wird der Energieverbrauch reduziert und die Lebensdauer der Wärmepumpe verlängert.

Isolierung: Die Isolierung eines Gebäudes beeinflusst die Effizienz einer Wärmepumpe. Eine gute Isolierung reduziert den Heizbedarf und ermöglicht es der Wärmepumpe, effizienter zu arbeiten.

J

Jahresarbeitszahl: Die Jahresarbeitszahl, oftmals als JAZ abgekürzt, wird verwendet, um die jährlichen Energiekosten einer Wärmepumpe zu berechnen. Sie stellt den zentralen Wert für die Effizienzbewertung einer solchen Anlage dar. Die JAZ erfasst das Verhältnis zwischen der zugeführten Energie in Form von Elektrizität und der erzeugten Energie, die als abgegebene Wärme auftritt.

K

Kältemittel: Das Kältemittel stellt das Medium dar, welches in einer Wärmepumpe für den Wärmetransport verantwortlich ist. Es absorbiert Wärme bei geringer Temperatur und niedrigem Druck und gibt sie bei erhöhter Temperatur und höherem Druck wieder frei. 

L

Leistungszahl: Die Leistungszahl ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen der abgegebenen Heizleistung und der aufgebrachten elektrischen Energie für den Betrieb des Verdichters der Wärmepumpe. 

Luft-Luft-Wärmepumpe: Eine Luft-Luft-Wärmepumpe extrahiert Wärme aus der Außenluft und verwendet sie zum Heizen der Innenraumluft. Sie sind eine kostengünstige Option für die Raumheizung, bieten jedoch nicht die Möglichkeit zur Warmwasserbereitung.

Luft-Wasser-Wärmepumpe: Dies ist eine Art von Wärmepumpe, die Wärmeenergie aus der Umgebungsluft extrahiert und zur Heizung von Wasser verwendet. Sie sind einfach zu installieren und eignen sich besonders für Gebiete mit mildem Klima.

M

Modulation: Dies bezieht sich auf die Fähigkeit einer Wärmepumpe, ihre Leistung an den aktuellen Heizbedarf anzupassen. Inverter-Wärmepumpen können modulieren und sind dadurch besonders effizient.

Monoenergetisch: Bei der monoenergetischen Betriebsweise kommt lediglich eine einzige Energieform zur Erzeugung von Wärme zum Einsatz. Dies ist beispielsweise bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mit integriertem Heizstab der Fall, bei der ausschließlich elektrische Energie verwendet wird. Wenn die Temperaturen sinken, unterstützt der eingebaute Heizstab die Wärmepumpe, um die benötigte Heizleistung zu erreichen. Dennoch macht diese "Ergänzungsheizung" nur einen geringen Anteil des gesamten Wärmebedarfs aus. Daher bleibt das Heizen mit einer monoenergetischen Wärmepumpe energieeffizient.

N

Nachheizung: Dies ist ein zusätzliches Heizsystem, das einspringt, wenn die Wärmepumpe den Heizbedarf nicht vollständig decken kann. Dies kann bei besonders kalten Temperaturen notwendig sein.

Niedertemperaturheizkörper: Diese Heizkörper sind so konzipiert, dass sie effizient mit der niedrigen Vorlauftemperatur arbeiten, die von Wärmepumpen geliefert wird. Sie sind eine gute Option für Renovierungen, wenn keine Fußbodenheizung installiert werden kann.

O

Ökologischer Fußabdruck: Wärmepumpen haben im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen einen kleineren ökologischen Fußabdruck, da sie weniger CO2 emittieren und erneuerbare Energiequellen nutzen.

P

Passivhaus: Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das so entworfen wurde, dass es kaum Heiz- oder Kühlbedarf hat. Wärmepumpen sind oft eine gute Wahl für Passivhäuser, da sie effizient bei niedrigem Heizbedarf arbeiten können.

Primärenergie: Primärenergie bezieht sich auf die unverarbeitete Energie, die in ihrer natürlichen Form in der Umwelt vorkommt, und stammt aus dem Bereich der Energiewirtschaft. Diese Art von Energie beinhaltet diverse Energiequellen, die in der Natur vorkommen, wie zum Beispiel Sonne, Wind, Erdwärme, Kohle und Rohöl.

Q

Qualitätssiegel: Viele Wärmepumpen sind mit Qualitätssiegeln ausgezeichnet, die ihre Effizienz und Zuverlässigkeit bestätigen. Solche Siegel können dabei helfen, eine hochwertige Wärmepumpe zu identifizieren.

Quellentemperatur: Dies ist die Temperatur der Wärmequelle, die eine Wärmepumpe nutzt. Die Quellentemperatur kann die Effizienz und Leistung einer Wärmepumpe beeinflussen.

R

Regenerative Energien: In der modernen Welt bieten erneuerbare Energien eine sinnvolle Option im Vergleich zu herkömmlichen fossilen Energieträgern. Zu diesen nachhaltigen Energiequellen gehören neben Solarenergie, Wasserkraft, Biomasse und Windenergie auch die in Luft, Wasser und Erdboden gespeicherte Wärme (Aerothermie, Hydrothermie und Geothermie). Die Wärmepumpe ist somit ein herausragendes Beispiel dafür, wie umweltfreundliche und kostenfreie Energie effektiv eingesetzt werden kann.

Rücklauf: Der Rücklauf in einem Heizsystem ist der Weg, den das abgekühlte Wasser zurück zum Heizkessel oder zur Wärmepumpe nimmt. Eine korrekte Einstellung der Rücklauftemperatur ist entscheidend für die Effizienz einer Wärmepumpe.

S

Sole-Wasser-Wärmepumpe: Dies ist eine Art von Wärmepumpe, die Wärme aus dem Boden extrahiert. Sie nutzen ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel (Sole) als Wärmeträgerflüssigkeit, um die Wärme aus dem Erdreich zu transportieren.

Split-Wärmepumpe: Bei diesem Typ von Wärmepumpe sind die Komponenten auf zwei Einheiten aufgeteilt: eine Außeneinheit und eine Inneneinheit. Sie sind oft leistungsfähiger als Monoblock-Wärmepumpen, benötigen aber Kältemittelleitungen zwischen den Einheiten.

T

Tiefenbohrung: Für erdgekoppelte Wärmepumpen werden oft Tiefenbohrungen durchgeführt, um Erdsonden zu installieren, die Wärme aus dem Erdreich extrahieren. Dies ermöglicht eine hohe Effizienz, erfordert jedoch eine Genehmigung und kann hohe Installationskosten verursachen.

Taktbetrieb: Wenn eine Wärmepumpe häufig ein- und ausschaltet, spricht man von Taktbetrieb. Dies kann die Effizienz der Wärmepumpe reduzieren und die Lebensdauer der Komponenten verkürzen.

U

Umgebungswärme: Dies ist die Wärme aus der Umgebung, die von Wärmepumpen genutzt wird. Sie kann aus der Luft, dem Boden oder dem Wasser stammen und ist eine erneuerbare Energiequelle.

V

Verdampfer: Der Verdampfer fungiert als Wärmetauscher innerhalb einer Wärmepumpe. An dieser Stelle absorbiert das Kältemittel Wärme aus der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser durch Verdampfung bei einer niedrigen Temperatur und einem geringen Druck.

Verflüssiger: Der Verflüssiger stellt den Wärmetauscher in einer Wärmepumpe dar. An dieser Stelle findet die Verflüssigung des Kältemittels statt, während es die zuvor aufgenommene Wärme wieder freisetzt.

Vorlauftemperatur: In der Heiztechnik beschreibt die Vorlauftemperatur die Wärme des Mediums, das für die Verteilung und den Transfer der Wärme innerhalb des Systems zuständig ist. Wenn die Vorlauftemperatur geringer ist, verbraucht das System weniger Energie. Eine effektive Dämmung des Gebäudes und großflächige Systeme zur Wärmeabgabe, wie beispielsweise Fußbodenheizungen, tragen positiv zur Senkung der Vorlauftemperatur bei.

W

Wärmedämmung: Die bautechnische Maßnahme der Wärmedämmung zielt darauf ab, den Wärmeverlust über Wände und Dach eines Gebäudes in die Umgebung zu verhindern. Indem die in einem Gebäude vorhandene Wärme erhalten bleibt, wird der Heizbedarf verringert. Materialien mit geringer Wärmeleitfähigkeit werden eingesetzt, um die Dämmung von Gebäuden zu gewährleisten.

Wärmepumpe: Mithilfe eines Kältemittelkreislaufs entzieht eine Wärmepumpe der Umgebung Wärmeenergie. Ein Verdichter erhöht die Temperatur dieser Energie, sodass sie für Heizzwecke eingesetzt werden kann. Wärmepumpen können diverse Wärmequellen verwenden und sowohl zur Erwärmung von Warmwasser als auch zur Beheizung von Räumen dienen. Darüber hinaus können viele Wärmepumpen auf energieeffiziente Weise zum Kühlen verwendet werden.

X

Xerothermische Wärmepumpe: Ein Begriff, der manchmal für Wärmepumpen verwendet wird, die in besonders trockenen oder ariden Klimazonen effektiv arbeiten.

Y

Y-Verteiler: Dies ist ein spezielles Rohrfitting, das in Heizsystemen verwendet wird, um den Fluss des Heizmediums zu teilen oder zu kombinieren. In Wärmepumpensystemen kann es zum Beispiel zur Verteilung der Wärme zwischen verschiedenen Heizkreisen verwendet werden.

Z

Zirkulation: Dies bezieht sich auf die Bewegung von Flüssigkeiten in einem Heizsystem. In einem Wärmepumpensystem zirkuliert das Kältemittel, um Wärme zu transportieren, und das Heizmedium (oft Wasser) zirkuliert, um die Wärme im Gebäude zu verteilen.

Zweikreis-Wärmepumpe: Dies ist eine Wärmepumpe, die zwei getrennte Heizkreise bedienen kann, zum Beispiel einen für Raumheizung und einen für Warmwasser. Sie sind flexibler und können effizienter als Einkreis-Wärmepumpen sein.

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