Veröffentlicht am

Lautstärke von Wärmepumpen: Was Sie vor dem Einbau wissen sollten

Wärmepumpen sind eine beliebte Wahl für die Beheizung und Kühlung von Gebäuden. Sie sind energieeffizient, umweltfreundlich und bieten eine nachhaltige Lösung für Heizungs- und Klimatisierungsbedürfnisse. Wenn es jedoch um die Lautstärke dieses Heizsystems geht, wird Wärmepumpen oft vorgeworfen, dass ihr Betrieb zu viel Lärm verursacht. Ob die Lautstärke der Wärmepumpe wirklich einen Nachteil darstellt und Tipps dazu, wie Lärmbildung vermieden werden kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Das Wichtigste zusammengefasst

  • symbol-hakenDie Lautstärke von Wärmepumpen kann bei der Entscheidung für ein Modell eine wichtige Rolle spielen. Die meisten Modelle sind mit einem Lautstärkepegel zwischen 40-60 dB jedoch relativ ruhig im Betrieb. Ein herkömmlicher Kühlschrank liegt zum Vergleich bei 35-45 dB.
  • symbol-hakenLärmbelästigung der Nachbarn durch eine Wärmepumpe ist unwahrscheinlich und lässt sich durch den passenden Aufstellort der Wärmepumpe und schallreduzierende Maßnahmen vermeiden.
  • symbol-hakenBei Vamo sind wir auf die laufruhigen Luft-Wasser-Wärmepumpen spezialisiert. Vereinbaren Sie hier Ihr kostenloses Beratungsgespräch und finden Sie heraus, welche Wärmepumpe am besten zu Ihnen passt.

Verständnis der Lautstärke bei Wärmepumpen

Bevor wir uns den leisesten Optionen zuwenden, ist es wichtig, das Konzept der Lautstärke bei Wärmepumpen zu verstehen. Die Lautstärke wird in Dezibel (dB) gemessen und gibt an, wie laut oder leise eine Wärmepumpe während des Betriebs ist. Das menschliche Ohr kann verschiedene Geräusche in verschiedenen Dezibelbereichen wahrnehmen, wobei leisere Geräusche in der Regel als angenehmer empfunden werden.

Wärmepumpen sind eine effiziente Möglichkeit, um Wärme aus der Umgebungsluft, dem Boden oder dem Grundwasser zu gewinnen und in ein Gebäude zu übertragen. Sie arbeiten, indem sie Wärme von einem kälteren Ort zu einem wärmeren Ort transportieren. Dabei wird eine Kältemittelflüssigkeit verwendet, die verdampft und kondensiert, um Wärme zu absorbieren und abzugeben.

Was bedeutet Dezibel bei Wärmepumpen?

Dezibel ist eine logarithmische Einheit, die den Unterschied zwischen zwei Schallintensitäten misst. Bei Wärmepumpen wird die Lautstärke oft in einem Bereich von 40 dB bis 60 dB gemessen. Eine Wärmepumpe mit einer Lautstärke von 45 dB a wird als relativ leise betrachtet, während eine Wärmepumpe mit einer Lautstärke von über 60 dB als eher laut empfunden werden. Ein gewöhnlicher Kühlschrank liegt vergleichsweise bei 35-45 dB und macht somit etwa die gleiche Menge an Geräuschen wie eine leise Wärmepumpe.

Hersteller und Verbraucher müssen sich dabei an bestimmte Grenzwerte halten. So sind in einem allgemeinen Wohngebiet tagsüber Geräusche bis 55 dB vorgesehen. Mehr Informationen zu Vorschriften rund um Schallschutz und Schalldämmung von Wärmepumpen finden Sie in diesem Beitrag.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Lautstärke einer Wärmepumpe nicht nur von der technischen Ausstattung abhängt, sondern auch von der Umgebung, in der sie installiert ist. Zum Beispiel kann eine Wärmepumpe, die in einem geschlossenen Raum installiert ist, lauter erscheinen als eine Wärmepumpe, die im Freien installiert ist.

Faktoren, die die Lautstärke einer Wärmepumpe beeinflussen

Die Lautstärke einer Wärmepumpe wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Zu den wichtigsten gehören:

1. Der Kompressor:

Der Kompressor ist das Herzstück einer Wärmepumpe und erzeugt normalerweise den Großteil des Betriebsgeräuschs. Ein leiser Kompressor kann zu einer insgesamt leiseren Wärmepumpe führen.

2. Die Lüfter:

Die Lüfter der Wärmepumpe arbeiten in der Regel kontinuierlich und können ebenfalls Geräusche erzeugen. Effiziente Lüfterdesigns können zu einer geringeren Lautstärke beitragen.

3. Die Schalldämmung:

Eine gute Schalldämmung kann dazu beitragen, Geräusche zu minimieren und die Lautstärke einer Wärmepumpe zu reduzieren.

4. Die Platzierung:

Die Platzierung einer Wärmepumpe kann auch ihre Lautstärke beeinflussen. Eine gute Platzierung kann dazu beitragen, Schall zu minimieren und Geräusche zu reduzieren.

Es ist wichtig, dass die Lautstärke einer Wärmepumpe nicht das einzige Kriterium bei der Auswahl einer Wärmepumpe ist. Andere Faktoren wie Energieeffizienz, Leistung und Zuverlässigkeit sollten ebenfalls berücksichtigt werden. Deshalb bieten wir bei Vamo einen kostenlosen Beratungsservice, für jeden, der an einer Wärmepumpe interessiert ist.

Jetzt in nur 2 Minuten herausfinden, ob Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet ist.

Wir beraten Sie unverbindlich, kompetent und selbstverständlich kostenfrei.

Typen von Wärmepumpen und ihre Lautstärke

Es gibt verschiedene Arten von Wärmepumpen, und jede Art kann eine andere Lautstärke haben. Hier sind zwei der häufigsten Arten von Wärmepumpen:

Luft-Wasser-Wärmepumpe und ihre Lautstärke

Luft-Wasser-Wärmepumpen nutzen die Umgebungsluft als Wärmequelle und liefern Wärme für Heizungs- und Warmwassersysteme. Diese Art von Wärmepumpe ist in der Regel relativ leise, mit Lautstärken im Bereich von 40 dB bis 60 dB.

Luft-Wasser-Wärmepumpen sind eine beliebte Wahl für Wohnhäuser, da sie effizient arbeiten und gleichzeitig umweltfreundlich sind. Sie können in verschiedenen Größen und Kapazitäten erhältlich sein, um den individuellen Bedürfnissen eines Hauses gerecht zu werden.

Die Lautstärke einer Luft-Wasser-Wärmepumpe hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Größe des Geräts, der Leistung und dem Standort. Vamo verbaut moderne Wärmepumpenmodelle, die gut isoliert, um die Geräuschentwicklung zu minimieren.

Luft-Wärmepumpen und ihre Lautstärke

Luft-Luft Wärmepumpen verwenden die Luft als Wärmequelle und wandeln sie in nutzbare Energie um. Diese Art von Wärmepumpe eignet sich besonders gut für den Einsatz in Niedrigenergiehäusern, da Luft Wärme weniger effizient transportieren kann als Wasser.

Dennoch sind Luftwärmepumpen eine nachhaltige und umweltfreundliche Heizlösung, da sie keine fossilen Brennstoffe verbrauchen und keine schädlichen Emissionen erzeugen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Lautstärke einer Wärmepumpe auch von der Entfernung zum Gerät abhängen kann. Je weiter man sich von der Wärmepumpe entfernt, desto leiser wird sie wahrgenommen. Direkt vor dem Gerät stehend nimmt man bei Luft-Wärmepumpe beispielsweise 55 dB wahr. Bei einer Entfernung von über 3 Metern liegt dieser Wert nur noch bei etwa 45 dB.

Wärmepumpe: Lautstärke effektiv reduzieren

Wenn Sie bereits eine Wärmepumpe besitzen oder planen, eine zu installieren, gibt es verschiedene Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um die Lautstärke zu reduzieren:

Verwendung von Schalldämpfern und Gehäusen

Der Einsatz von Schalldämpfern und Gehäusen um die Wärmepumpeneinheit kann dazu beitragen, den Geräuschpegel zu senken und die Lautstärke zu reduzieren. Diese zusätzlichen Schallisolationsmaßnahmen können auch dazu beitragen, eventuelle Vibrationen zu minimieren.

Es gibt verschiedene Arten von Schalldämpfern, die speziell für Wärmepumpen entwickelt wurden. Sie absorbieren den Schall und reduzieren so die Geräusche, die von der Wärmepumpe erzeugt werden. Die Schalldämpfer werden in der Regel in der Nähe der Lüftungseinheit installiert und können den Geräuschpegel erheblich reduzieren.

Ein weiterer Effektiver Weg, um die Lautstärke einer Wärmepumpe zu reduzieren, ist die Verwendung eines Gehäuses. Ein Gehäuse kann um die gesamte Wärmepumpeneinheit herum installiert werden und dient dazu, den Schall einzufangen und zu absorbieren. Es gibt verschiedene Arten von Gehäusen, die je nach den individuellen Bedürfnissen und Anforderungen ausgewählt werden können.

Optimale Platzierung der Wärmepumpe

Die Platzierung der Wärmepumpe kann einen großen Einfluss auf ihre Lautstärke haben. Eine gute Platzierung kann dazu beitragen, die Lärmbelastung zu minimieren und Geräusche zu reduzieren.

Es ist wichtig, die Wärmepumpe an einem Ort zu installieren, der gut belüftet ist und ausreichend Platz für die Luftzirkulation bietet. Eine gute Luftzirkulation hilft dabei, die Wärmepumpe effizienter zu betreiben und die Geräuschentwicklung zu minimieren.

Ein weiterer Faktor, der bei der Platzierung der Wärmepumpe berücksichtigt werden sollte, ist die Schallübertragung. Wenn die Wärmepumpe in der Nähe von Wänden oder anderen schallreflektierenden Oberflächen installiert wird, kann der Schall reflektiert und verstärkt werden, was zu einer potentiellen Lärmbelästigung führt. Daher ist es ratsam, die Wärmepumpe von solchen Oberflächen fernzuhalten.

Hier finden Sie Erklärungen zu allen relevanten Begriffen rund um das Thema Wärmepumpe.
A

Absorptionswärmepumpe: Dies ist eine Art von Wärmepumpe, die eine chemische Reaktion verwendet, um Wärmeenergie zu absorbieren und freizusetzen. Sie sind besonders effizient bei der Nutzung von Abwärme oder Solarenergie.

Anlagenwirkungsgrad: Dieser Wert zeigt das Verhältnis der erzeugten Heizwärme zur eingesetzten elektrischen Energie über einen bestimmten Zeitraum, z.B. ein Jahr, an. Er ist ein wichtiger Indikator für die Effizienz einer Wärmepumpe.

Antriebsenergie: Die Energie, die notwendig ist, um ein technisches Gerät zu betreiben, wird als Antriebsenergie bezeichnet. Elektrischer Strom stellt in der Regel die Antriebsenergie für Wärmepumpen bereit, wobei es auch Modelle gibt, die Gas nutzen. In Form von nutzbarer Wärme generieren Wärmepumpen ein Vielfaches der verwendeten Antriebsenergie.

B

Betriebskosten: Dies sind die Kosten, die während des Betriebs einer Wärmepumpe anfallen, einschließlich Stromkosten und Wartungskosten. Wärmepumpen haben oft niedrigere Betriebskosten als herkömmliche Heizsysteme.

Bivalent: Bei einem bivalenten Heizsystem erfolgt die Erzeugung der für Raumheizung und Warmwasseraufbereitung erforderlichen Wärmeenergie durch zwei unterschiedliche Wärmeerzeuger. Ein Beispiel hierfür ist die Verbindung eines Gas-Brennwertgeräts mit einem Wärmepumpensystem.

C

CO2-Emissionen: Wärmepumpen erzeugen deutlich weniger CO2-Emissionen als herkömmliche Heizsysteme, da sie erneuerbare Wärmequellen nutzen und weniger elektrische Energie benötigen.

D

Dekarbonisierung: Dieser Begriff bezieht sich auf den Prozess der Verringerung von CO2-Emissionen. Wärmepumpen tragen zur Dekarbonisierung bei, indem sie den Verbrauch fossiler Brennstoffe reduzieren.

Direktverdampfer: Der Direktverdampfer ist eine Art von Erdwärmepumpe, bei der das Kühlmittel direkt in den Flächenkollektor fließt, ohne einen zusätzlichen Wärmetauscher zu benötigen. Vorteilhaft ist dabei eine erhöhte Jahresarbeitszahl, da kein weiterer Wärmetauscher erforderlich ist. Als Nachteil sind spezielle, mit Kunststoff ummantelte Kupferrohre für den Flächenkollektor notwendig, die ausschließlich in einer ebenen Anordnung verlegt werden können. Kühlung in den wärmeren Jahreszeiten ist mit dieser Art von Wärmepumpe nicht möglich.

E

EHPA:  Die Abkürzung für European Heat Pump Association. Sie repräsentiert den Dachverband für die Wärmepumpenindustrie in der Europäischen Union.

Energieeffizienz: Dies bezieht sich auf die Fähigkeit einer Wärmepumpe, Wärmeenergie mit minimalem Energieverbrauch zu erzeugen. Wärmepumpen sind sehr energieeffizient und können bis zu drei- bis viermal so viel Energie erzeugen, wie sie verbrauchen.

Erdwärmepumpe: Dies ist eine Art von Wärmepumpe, die Wärmeenergie aus dem Boden extrahiert. Sie ist besonders effizient in kälteren Klimazonen und benötigt im Vergleich zu Luft-Wärmepumpen weniger Strom.

Eisspeicher: Eine Betonzisterne, die mit Wasser befüllt ist, bildet die Grundlage für einen Eisspeicher. Die enthaltene Flüssigkeit fungiert als Wärmequelle für Wärmepumpen und gefriert, wenn die Temperatur den Gefrierpunkt erreicht – daher die Bezeichnung Eisspeicher. Im Verlauf des Kristallisationsvorgangs, bei dem das Wasser vom flüssigen in den festen Aggregatzustand wechselt, entsteht zusätzliche Energie, die ebenfalls verwendet wird. Mittels Erdwärme und/oder Solarthermie wird das Wärmespeichersystem beständig regeneriert.

F

Flächenheizung: Flächenheizungssysteme verteilen Wärme über verschiedene Bauelemente in einem Gebäude. Dazu gehören Böden, Wände, Decken, oder andere spezielle Konstruktionsteile. Flächenheizungen gehören zu den Niedertemperaturheizungen, da sie nur eine geringe Vorlauftemperatur benötigen, um Wärme über große Oberflächen auszustrahlen. Aus diesem Grund sind sie ideal mit Wärmepumpen zu kombinieren, weil der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe bei niedrigen Vorlauftemperaturen steigt und ihre Effizienz somit erhöht wird. 

Förderprogramme: Es gibt verschiedene staatliche und regionale Programme, die den Kauf und die Installation von Wärmepumpen finanziell unterstützen. Diese können in Form von Zuschüssen, zinsgünstigen Krediten oder Steuervergünstigungen angeboten werden.

Fußbodenheizung: Dies ist eine Art von Heizsystem, das gut mit Wärmepumpen zusammenarbeitet. Die Fußbodenheizungverteilt die Wärme gleichmäßig im Raum und arbeitet effizient mit den niedrigen Vorlauftemperaturen, die Wärmepumpen liefern können.

G

Geothermie: Dies bezieht sich auf die Nutzung der Wärme aus dem Inneren der Erde zur Energiegewinnung. Geothermische Wärmepumpen nutzen diese erneuerbare Energiequelle zur Heizung und Kühlung von Gebäuden.

Grundwasserwärmepumpe: Dies ist eine Art von Wärmepumpe, die Wärmeenergie aus dem Grundwasser extrahiert. Sie sind besonders effizient, benötigen jedoch einen Zugang zu einer ausreichenden Menge an Grundwasser.

H

Heizlast: Die Heizlast in kW ist die erforderliche Wärmemenge, die einem Bauwerk bei der jeweiligen standardisierten Außentemperatur zugeführt werden muss, um eine Innenraumtemperatur von 20°C aufrechtzuerhalten. Die notwendige Wärmeleistung einer Wärmepumpe setzt sich aus der Heizlast sowie gegebenenfalls einem zusätzlichen Anteil für die Warmwasserbereitstellung zusammen.

Hybridsystem: Ein Hybridsystem kombiniert eine Wärmepumpe mit einem zusätzlichen Heizsystem, wie zum Beispiel einer Gasheizung. Diese Kombination kann in bestimmten Situationen, z.B. bei extrem niedrigen Außentemperaturen, effizienter sein.

Hydrothermie: Hydrothermie bezeichnet die Nutzung von Wärme, die in natürlichen Gewässern wie Meeren, Flüssen oder Seen gespeichert ist. Sie ist eine erneuerbare Energiequelle, die mit Wärmeaustauschsystemen extrahiert wird, um Warmwasser zu erzeugen und Gebäude mit Wärme zu versorgen. Dabei ist Hydrothermie eine nachhaltige und umweltfreundliche Methode der Energiegewinnung.

I

Invertertechnologie: Diese Technologie ermöglicht es der Wärmepumpe, ihre Leistung kontinuierlich an den aktuellen Heizbedarf anzupassen. Dadurch wird der Energieverbrauch reduziert und die Lebensdauer der Wärmepumpe verlängert.

Isolierung: Die Isolierung eines Gebäudes beeinflusst die Effizienz einer Wärmepumpe. Eine gute Isolierung reduziert den Heizbedarf und ermöglicht es der Wärmepumpe, effizienter zu arbeiten.

J

Jahresarbeitszahl: Die Jahresarbeitszahl, oftmals als JAZ abgekürzt, wird verwendet, um die jährlichen Energiekosten einer Wärmepumpe zu berechnen. Sie stellt den zentralen Wert für die Effizienzbewertung einer solchen Anlage dar. Die JAZ erfasst das Verhältnis zwischen der zugeführten Energie in Form von Elektrizität und der erzeugten Energie, die als abgegebene Wärme auftritt.

K

Kältemittel: Das Kältemittel stellt das Medium dar, welches in einer Wärmepumpe für den Wärmetransport verantwortlich ist. Es absorbiert Wärme bei geringer Temperatur und niedrigem Druck und gibt sie bei erhöhter Temperatur und höherem Druck wieder frei. 

L

Leistungszahl: Die Leistungszahl ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen der abgegebenen Heizleistung und der aufgebrachten elektrischen Energie für den Betrieb des Verdichters der Wärmepumpe. 

Luft-Luft-Wärmepumpe: Eine Luft-Luft-Wärmepumpe extrahiert Wärme aus der Außenluft und verwendet sie zum Heizen der Innenraumluft. Sie sind eine kostengünstige Option für die Raumheizung, bieten jedoch nicht die Möglichkeit zur Warmwasserbereitung.

Luft-Wasser-Wärmepumpe: Dies ist eine Art von Wärmepumpe, die Wärmeenergie aus der Umgebungsluft extrahiert und zur Heizung von Wasser verwendet. Sie sind einfach zu installieren und eignen sich besonders für Gebiete mit mildem Klima.

M

Modulation: Dies bezieht sich auf die Fähigkeit einer Wärmepumpe, ihre Leistung an den aktuellen Heizbedarf anzupassen. Inverter-Wärmepumpen können modulieren und sind dadurch besonders effizient.

Monoenergetisch: Bei der monoenergetischen Betriebsweise kommt lediglich eine einzige Energieform zur Erzeugung von Wärme zum Einsatz. Dies ist beispielsweise bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mit integriertem Heizstab der Fall, bei der ausschließlich elektrische Energie verwendet wird. Wenn die Temperaturen sinken, unterstützt der eingebaute Heizstab die Wärmepumpe, um die benötigte Heizleistung zu erreichen. Dennoch macht diese "Ergänzungsheizung" nur einen geringen Anteil des gesamten Wärmebedarfs aus. Daher bleibt das Heizen mit einer monoenergetischen Wärmepumpe energieeffizient.

N

Nachheizung: Dies ist ein zusätzliches Heizsystem, das einspringt, wenn die Wärmepumpe den Heizbedarf nicht vollständig decken kann. Dies kann bei besonders kalten Temperaturen notwendig sein.

Niedertemperaturheizkörper: Diese Heizkörper sind so konzipiert, dass sie effizient mit der niedrigen Vorlauftemperatur arbeiten, die von Wärmepumpen geliefert wird. Sie sind eine gute Option für Renovierungen, wenn keine Fußbodenheizung installiert werden kann.

O

Ökologischer Fußabdruck: Wärmepumpen haben im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen einen kleineren ökologischen Fußabdruck, da sie weniger CO2 emittieren und erneuerbare Energiequellen nutzen.

P

Passivhaus: Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das so entworfen wurde, dass es kaum Heiz- oder Kühlbedarf hat. Wärmepumpen sind oft eine gute Wahl für Passivhäuser, da sie effizient bei niedrigem Heizbedarf arbeiten können.

Primärenergie: Primärenergie bezieht sich auf die unverarbeitete Energie, die in ihrer natürlichen Form in der Umwelt vorkommt, und stammt aus dem Bereich der Energiewirtschaft. Diese Art von Energie beinhaltet diverse Energiequellen, die in der Natur vorkommen, wie zum Beispiel Sonne, Wind, Erdwärme, Kohle und Rohöl.

Q

Qualitätssiegel: Viele Wärmepumpen sind mit Qualitätssiegeln ausgezeichnet, die ihre Effizienz und Zuverlässigkeit bestätigen. Solche Siegel können dabei helfen, eine hochwertige Wärmepumpe zu identifizieren.

Quellentemperatur: Dies ist die Temperatur der Wärmequelle, die eine Wärmepumpe nutzt. Die Quellentemperatur kann die Effizienz und Leistung einer Wärmepumpe beeinflussen.

R

Regenerative Energien: In der modernen Welt bieten erneuerbare Energien eine sinnvolle Option im Vergleich zu herkömmlichen fossilen Energieträgern. Zu diesen nachhaltigen Energiequellen gehören neben Solarenergie, Wasserkraft, Biomasse und Windenergie auch die in Luft, Wasser und Erdboden gespeicherte Wärme (Aerothermie, Hydrothermie und Geothermie). Die Wärmepumpe ist somit ein herausragendes Beispiel dafür, wie umweltfreundliche und kostenfreie Energie effektiv eingesetzt werden kann.

Rücklauf: Der Rücklauf in einem Heizsystem ist der Weg, den das abgekühlte Wasser zurück zum Heizkessel oder zur Wärmepumpe nimmt. Eine korrekte Einstellung der Rücklauftemperatur ist entscheidend für die Effizienz einer Wärmepumpe.

S

Sole-Wasser-Wärmepumpe: Dies ist eine Art von Wärmepumpe, die Wärme aus dem Boden extrahiert. Sie nutzen ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel (Sole) als Wärmeträgerflüssigkeit, um die Wärme aus dem Erdreich zu transportieren.

Split-Wärmepumpe: Bei diesem Typ von Wärmepumpe sind die Komponenten auf zwei Einheiten aufgeteilt: eine Außeneinheit und eine Inneneinheit. Sie sind oft leistungsfähiger als Monoblock-Wärmepumpen, benötigen aber Kältemittelleitungen zwischen den Einheiten.

T

Tiefenbohrung: Für erdgekoppelte Wärmepumpen werden oft Tiefenbohrungen durchgeführt, um Erdsonden zu installieren, die Wärme aus dem Erdreich extrahieren. Dies ermöglicht eine hohe Effizienz, erfordert jedoch eine Genehmigung und kann hohe Installationskosten verursachen.

Taktbetrieb: Wenn eine Wärmepumpe häufig ein- und ausschaltet, spricht man von Taktbetrieb. Dies kann die Effizienz der Wärmepumpe reduzieren und die Lebensdauer der Komponenten verkürzen.

U

Umgebungswärme: Dies ist die Wärme aus der Umgebung, die von Wärmepumpen genutzt wird. Sie kann aus der Luft, dem Boden oder dem Wasser stammen und ist eine erneuerbare Energiequelle.

V

Verdampfer: Der Verdampfer fungiert als Wärmetauscher innerhalb einer Wärmepumpe. An dieser Stelle absorbiert das Kältemittel Wärme aus der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser durch Verdampfung bei einer niedrigen Temperatur und einem geringen Druck.

Verflüssiger: Der Verflüssiger stellt den Wärmetauscher in einer Wärmepumpe dar. An dieser Stelle findet die Verflüssigung des Kältemittels statt, während es die zuvor aufgenommene Wärme wieder freisetzt.

Vorlauftemperatur: In der Heiztechnik beschreibt die Vorlauftemperatur die Wärme des Mediums, das für die Verteilung und den Transfer der Wärme innerhalb des Systems zuständig ist. Wenn die Vorlauftemperatur geringer ist, verbraucht das System weniger Energie. Eine effektive Dämmung des Gebäudes und großflächige Systeme zur Wärmeabgabe, wie beispielsweise Fußbodenheizungen, tragen positiv zur Senkung der Vorlauftemperatur bei.

W

Wärmedämmung: Die bautechnische Maßnahme der Wärmedämmung zielt darauf ab, den Wärmeverlust über Wände und Dach eines Gebäudes in die Umgebung zu verhindern. Indem die in einem Gebäude vorhandene Wärme erhalten bleibt, wird der Heizbedarf verringert. Materialien mit geringer Wärmeleitfähigkeit werden eingesetzt, um die Dämmung von Gebäuden zu gewährleisten.

Wärmepumpe: Mithilfe eines Kältemittelkreislaufs entzieht eine Wärmepumpe der Umgebung Wärmeenergie. Ein Verdichter erhöht die Temperatur dieser Energie, sodass sie für Heizzwecke eingesetzt werden kann. Wärmepumpen können diverse Wärmequellen verwenden und sowohl zur Erwärmung von Warmwasser als auch zur Beheizung von Räumen dienen. Darüber hinaus können viele Wärmepumpen auf energieeffiziente Weise zum Kühlen verwendet werden.

X

Xerothermische Wärmepumpe: Ein Begriff, der manchmal für Wärmepumpen verwendet wird, die in besonders trockenen oder ariden Klimazonen effektiv arbeiten.

Y

Y-Verteiler: Dies ist ein spezielles Rohrfitting, das in Heizsystemen verwendet wird, um den Fluss des Heizmediums zu teilen oder zu kombinieren. In Wärmepumpensystemen kann es zum Beispiel zur Verteilung der Wärme zwischen verschiedenen Heizkreisen verwendet werden.

Z

Zirkulation: Dies bezieht sich auf die Bewegung von Flüssigkeiten in einem Heizsystem. In einem Wärmepumpensystem zirkuliert das Kältemittel, um Wärme zu transportieren, und das Heizmedium (oft Wasser) zirkuliert, um die Wärme im Gebäude zu verteilen.

Zweikreis-Wärmepumpe: Dies ist eine Wärmepumpe, die zwei getrennte Heizkreise bedienen kann, zum Beispiel einen für Raumheizung und einen für Warmwasser. Sie sind flexibler und können effizienter als Einkreis-Wärmepumpen sein.

Weiterlesen

Nachhaltige Heizungen im Überblick: Wärmempumpe, Pelletheizung, Photovoltaik und Co.

Nachhaltigkeit gewinnt in verschiedenen Lebensbereichen an immer mehr Bedeutsamkeit. In Deutschland werden aufgrund der Energiewende und zunehmendem Umweltbewusstsein immer häufiger nachhaltige Heizsysteme verbaut. Welche nachhaltigen Heizungen es gibt und welche Heizung sich am besten für Ihr Zuhause eignet, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Read more
Günstige Wärmepumpen kaufen oder mieten

Günstige Wärmepumpen ab 149 € monatlich – Jetzt umsteigen und ab dem 1 Tag sparen

Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihr Zuhause nicht nur gemütlich warm wäre, sondern Sie auch jeden Monat Geld sparen und die Umwelt schützen könnten? Stellen Sie sich vor, dieser Traum könnte mit einem einfachen Wechsel zu einer Wärmepumpe von Vamo wahr werden. Vamo macht es möglich, ohne Stress und zu überraschend günstigen Konditionen und Preisen.
Read more

Effizienz und Kosten: Ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die optimale Lösung für Ihr Zuhause?

Die steigenden Energiekosten und das wachsende Bewusstsein für umweltfreundliche Lösungen machen die Wahl des richtigen Heizsystems immer wichtiger. Der Luft-Wasser-Wärmepumpe wird wegen ihrer effizienten und nachhaltigen Betriebsweise momentan immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Ob die Luft-Wasser-Wärmepumpe die richtige Wahl für Ihr Zuhause ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Read more

Sie sind noch unsicher?

Dann buchen Sie sich ein kostenfreies Beratungsgespräch. Die Experten von Vamo beantworten Ihre Fragen gerne und helfen Ihnen weiter.
Beratung buchen